offene kirche, Bern

Die Heiliggeistkirche – eine Kirche mit Geschichte(n)

Die heutige Heiliggeistkirche 

  • wurde nach mehrfach veränderten Projekten von Albrecht Stürler (1705 – 1748) und Niklaus Schiltknecht (1687 – 1735) gebaut und 1729 eingeweiht.
  • ist eine der schönsten barocken protestantischen Kirchen in der Westschweiz.
  • ist eine der seltenen Barockkirchen, die in Sandstein gebaut wurden.
  • wird geziert von einer besonders schönen Stuckdecke aus der Régence-Zeit und hat eine wertvolle Steinkanzel aus der Zeit des Berner Barock.


Einige historische Eckdaten Heiliggeistkirche, der "Kirche der Randständigen"

  • Um 1228 gründete die Laienbruderschaft "Orden zum Heiligen Geist" ausserhalb der damaligen Stadtmauer ein kleines Spital mit Spitalkapelle. Kranke, Pilger, Bettler und immer öfter auch gebrechliche Stadtbürger – sogenannte Pfründer – wurden hier gepflegt.
  • Ab 1328 kontrollierte ein städtischer Spitalverwalter die zunehmenden Schenkungen. Bis zur Reformation waren die Messestiftungen von zentraler Bedeutung und das Heiliggeistspital zur Pfrundanstalt geworden.
  • Nach der Reformation 1528 wurde in der Kirche Korn gelagert, die Güter fielen an die Stadt.1604 wurde die Spitalkirche wieder eröffnet: Obligarorische Gottesdienste für Arme, Bedienstete und Gefangene des Schallenwerks fanden hier statt, am Sonntag nach der Predigt wurde in der Kirche das Almosen ausgeteilt.
  • Ab 1704 durften in der Heiliggeistkirche Kinder getauft werden, 1720 wurde sie zur eigenständigen Pfarrkirche.
  • Wegen "akuter Einsturzgefahr" wurde die Kirche 1726 abgebrochen.
  • Mit dem Neubau wurden die historische gewachsene Einheit von Heiliggeistkirche und -Spital getrennt realisiert: Das heutige Burgerspital wurde 1742 eingeweiht.